Ankerwinden
Wir sind offizeller Importeuer von ENGBO und MUIR in Deutschland. Das sind führende Hersteller von Ankerwinden. Durch unsere enge Zusammenarbeit bieten wir Ihnen einen sehr guten Service.
John Muir bei uns auf der boot 2007
Grundsätzliches zur Ankerwinde
Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Ankerwinde zu installieren, sollte sich vorab mit den Fragen beschäftigen „Was soll sie können? Wo soll sie installiert werden und an welche Winde denke ich?“ Es gibt – wie meist – viele Möglichkeiten.
Geklärt werden muss, was Sie sich vorstellen und was bei Ihrem Schiff praktikabel ist. Ihre Antworten schränken damit Ihre Wahl erheblich ein.Wer zum Beispiel einen Bugspriet an seinem Schiff hat, sollte dieses unbedingt in seine Ankergeschirrplanung einbeziehen.
Die drei Möglichkeiten:
1. Die Winde voll auf dem Vorschiffdeck montieren.
Die Vorteile sind, dass Sie nur Kabel- und Befestigungslöcher durch das Deck benötigen und ein freies Arbeiten mit dem Verholspill haben.
Die Nachteile sind allerdings, dass die Ankerwinde den Arbeitsraum auf dem Vorschiff zwangsläufig einengt, Sie sich eventuell Stolperfallen schaffen, wenn Sie mit Ihrem Verholspill arbeiten.
Unsere Empfehlung: Ankerwinden mit horizontaler Achse eignen sich für eine solche Plazierung besonders gut.
2. Die Winde voll unter Deck auf Konsole oder Schottwand montieren und die Schottwand eventuell verstärken.
Die Vorteile sind ein freies Arbeitsdeck, eine leichtere Begehung des Vorschiffes und die geringere Wartung der Ankerwinde durch Spritzwasserschutz unter Deck.
Die Nachteile: Zum Arbeiten mit einem Verholspill muss das Ankerluk in der Regel aufgeklappt werden.
Unsere Empfehlung: Ankerwinden mit horizontaler Achse sind für eine solche Platzierung idealer als solche mit vertikaler Achse. Der Kettenkasten ist groß genug.
3. Halbeinbau, das heißt, die Kettennuss befindet sich mit Spill auf Deck, der Motor unter Deck.
Hierbei gibt es wiederum zwei Wahlmöglichkeiten:
a) Motor und Getriebe werden in bekannter Weise quer auf die vertikale Achse aufgeschoben, wobei der Quermotor in verschiedene Richtungen montiert werden kann.
Vorteile: Nur kleine Decksdurchbrüche für Achse und Kabel.
Nur geringe Höhe von Motor und Getriebe
Nachteile: Motorleistung durch Winkelgetriebe geringfügig etwas schwächer
b) Motor und Getriebe sind in der sogenannten Inline-Ausführung direkt als feste Einheit miteinander verbunden
Vorteile: Die direkte Kraftübertragung ist wirkungsvoller.
Die Reparaturanfälligkeit geringer
Nur geringe Breiten unter Deck erforderlich
Nachteile: Großer Decksdurchbruch nicht vermeidbar.
Schwächung des Vordecks!
Weniger effektive Bedienung des Notbetriebes
Unsere Empfehlung: Die a) Ausführung ist schiffbautechnisch die bessere.
Beide Ausführungen sind mit und ohne Spill möglich. Ohne Spill hat man nur eine flache Deckseinheit, deren Vorteil bei einem hohen Verholspillaufbau zum großen Teil wieder verloren geht.
Neuere Freifallwinden sind nur ohne Spill möglich.
Die Frage: „Brauchen Sie ein Verholspill?“ ist fast eine Weltanschauung!
Hierzu sind Fragen zu klären:
Wie sollte die Ankerwinde bedient werden? Manuell, elektrisch (12/24 V)oder hydraulisch?
Bevorzugen Sie Leine, Kette, Kette/Leine, Bleiankerleine, Gurte(siehe Ausführung „Woran hänge ich meinen Anker“)
Sagen Sie uns, was Sie möchten, damit wir Ihnen ein optimales Angebot ausarbeiten können. Sollten Sie zweifeln oder unsicher sein, dann sollten wir gemeinsam darüber diskutieren.
Wenn Sie Ihre optimale Ankerwinde gewählt haben, wird Ihnen diese nicht nur Kraft und Zuverlässigkeit, sondern auch Sicherheit und Freude bringen.

